
Es gibt Momente im Sport, die selbst erfahrene Trainerinnen überraschen. Für Pia Sundhage kam die Nachricht, dass der Schweizer Fussballverband ihren Vertrag nicht verlängern werde, unerwartet – dabei hatte sie die Nati erst zur Heim-EM 2025 geführt.
Geboren: 13. Februar 1960 in Ulricehamn ·
Nationalität: Schwedisch ·
Aktuelle Trainerstation: Haiti (seit 2025) ·
Vertragsende beim SFV: 3. November 2025 ·
Größter Erfolg: Olympiasieg mit den USA (2008, 2012)
Kurzüberblick
- Vertragsauflösung am 3. November 2025 (SFV – offizielle Mitteilung)
- Sundhage war seit Januar 2024 Nationaltrainerin der Schweiz (SRF – Schweizer Radio und Fernsehen)
- Olympiasiege mit den USA 2008 und 2012 (SFV – offizielle Mitteilung)
- Die genauen internen Gründe des SFV für die Nichtverlängerung
- Die Höhe von Sundhages Gehalt beim SFV
- Die Vertragsdauer und Konditionen in Haiti
- Ob Sundhage eine Abfindung erhielt
- Januar 2024: Sundhage übernimmt die Schweizer Nati (SRF)
- Sommer 2025: Schweiz erreicht Viertelfinale der Heim-EM (Sportschau – ARD Sport)
- 3. November 2025: Vertragsauflösung mit sofortiger Wirkung (SFV)
- Sundhage trainiert seit 2025 die haitianische Nationalmannschaft (SRF)
- Der SFV sucht eine Nachfolge – die technische Leitung hat Johan Djourou übernommen (SRF)
- Die Zukunft des Schweizer Frauenfußballs bleibt offen (SRF)
Sechs Fakten zu Pia Sundhage, zusammengefasst auf einen Blick:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Vollständiger Name | Pia Mariane Sundhage |
| Geburtsdatum | 13. Februar 1960 |
| Nationalität | Schwedisch |
| Aktuelle Position | Trainerin der haitianischen Frauen-Nationalmannschaft |
| Vertragsende beim SFV | 3. November 2025 |
| Größter Erfolg | Olympiasieg mit den USA (2008, 2012) |
Warum musste Pia Sundhage gehen?
Vertragsauflösung im November 2025
Am Montag, dem 3. November 2025, gab der Schweizerische Fussballverband (SFV) in einer offiziellen Mitteilung bekannt, dass man den Vertrag mit Pia Sundhage mit sofortiger Wirkung auflöse. Der Vertrag der 64-Jährigen wäre planmäßig bis zum 31. Dezember 2025 gelaufen, wie SRF (Schweizer Radio und Fernsehen) berichtete. Eine Verlängerung über den Jahreswechsel hinaus lehnte der Verband ab.
Sundhage wurde eigens für die Heim-EM 2025 verpflichtet, führte die Schweiz ins Viertelfinale – und musste nur wenige Monate später gehen. Der sportliche Erfolg allein war offenbar nicht ausschlaggebend.
Gründe des SFV
- Laut übereinstimmenden Medienberichten hatte Sundhage als Bedingung für eine Vertragsverlängerung einen Assistenten mit Vollzeitpensum gefordert (SRF).
- Der SFV ging auf diese Forderung nicht ein (SRF).
- Die offizielle Mitteilung des SFV nannte keine konkreten Gründe für die Nichtverlängerung (SFV).
Das Muster: Welche Bedingungen die Verbandsseite nicht erfüllen wollte, bleibt öffentlich unklar. Die fehlende Bereitschaft, Sundhages Wunsch nach einem Vollzeit-Assistenten zu erfüllen, dürfte jedoch den Ausschlag gegeben haben. Die Implikation: Der SFV war nicht bereit, die personellen Ressourcen für eine Weiterbeschäftigung der erfahrenen Trainerin bereitzustellen – ein Signal, das über den Einzelfall hinausweist.
Reaktionen auf die Trennung
Pia Sundhage selbst zeigte sich überrascht, wie Der Tagesspiegel (überregionale deutsche Tageszeitung) berichtete. Peter Knäbel, beim SFV für den Frauenfußball zuständig, würdigte ihre Arbeit: Sundhage habe den Grundstein für eine vielversprechende Zukunft im Schweizer Frauenfußball gelegt (SFV).
In der öffentlichen Debatte wurde die Trennung teils als undankbar bewertet – eine erfahrene Welttrainerin ziehe nach einer einzigen Saison und erreichtem EM-Viertelfinale weiter. Der Haken: Die Dankesworte des Verbands konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass man sich lieber heute als morgen von Sundhage trennte.
Welche Nationalität hat Pia Sundhage?
Schwedische Staatsbürgerschaft
Pia Sundhage ist Schwedin. Ihre Nationalität ist durch das Geburtsort-Prinzip und ihre langjährige Karriere im schwedischen Fußball eindeutig belegt. Sie wird in allen offiziellen Quellen, darunter SRF und SFV, als schwedische Staatsbürgerin geführt.
Geburtsort Ulricehamn
Sie wurde am 13. Februar 1960 in Ulricehamn geboren, einer Kleinstadt in der Region Västra Götaland in Südschweden.
Sprachkenntnisse: Schwedisch, Englisch
Sundhage spricht Schwedisch als Muttersprache und Englisch fließend – eine wichtige Voraussetzung für ihre internationale Trainerkarriere in den USA, Brasilien, der Schweiz und nun Haiti. Das Muster: Sprachliche Flexibilität war ein zentraler Faktor für ihre Fähigkeit, in so unterschiedlichen Fußballkulturen zu arbeiten.
Was verdient Pia Sundhage?
Gehalt als Nationaltrainerin
Das genaue Gehalt von Pia Sundhage beim SFV ist nicht öffentlich. Weder der Verband noch Sundhage selbst haben konkrete Zahlen genannt. SRF berichtete, dass Gehaltsdetails vom SFV nicht bestätigt wurden.
Vergleich zu anderen Trainerinnen
Internationale Spitzentrainerinnen im Frauenfußball verdienen je nach Verband zwischen 150.000 und 500.000 Euro Jahresgehalt. Sundhage dürfte als zweifache Olympiasiegerin und ehemalige Cheftrainerin der USA in einer gehobenen Gehaltsklasse liegen – gesicherte Angaben gibt es jedoch nicht. Die Einschränkung: Ohne offizielle Bestätigung des SFV bleiben alle Gehaltsangaben spekulativ, weshalb seriöse Medien hier keine konkreten Zahlen nennen.
Dass der SFV Sundhages Wunsch nach einem Vollzeit-Assistenten ablehnte und zeitgleich eine Gehaltsverhandlung scheiterte, deutet auf ein begrenztes Budget für den Frauenfußball hin – ein strukturelles Problem, das über den Einzelfall hinausweist.
Warum verließ Pia Sundhage Brasilien?
Enttäuschende WM 2023
Die brasilianische Nationalmannschaft schied bei der Frauen-Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland bereits in der Vorrunde aus – ein historisches Tief für den fünfmaligen WM-Teilnehmer. Das frühe Aus war für den brasilianischen Verband (CBF) nicht akzeptabel (Sportschau – ARD Sport).
Entlassung nach Vorrunden-Aus
- Im August 2023 wurde Sundhage vom brasilianischen Verband entlassen (SRF).
- Der CBF sah nach dem Vorrunden-Aus keine Perspektive mehr für eine Zusammenarbeit.
Der Kompromiss: Auch wenn Sundhage in Brasilien vor der WM gute Arbeit geleistet hatte, zählt im internationalen Spitzenfußball am Ende der Turniererfolg. Die frühe WM-Pleite besiegelte ihr Schicksal.
Welche Trainerstationen hatte Pia Sundhage?
Schweden (2005–2012, 2012–2017)
Sundhage trainierte die schwedische Nationalmannschaft in zwei Amtszeiten. In ihrer ersten Periode formte sie ein junges Team, das später zu den besten Europas zählte. Die zweite Amtszeit begann 2012 nach ihrem Erfolg mit den USA.
USA (2008–2012)
Parallel zu ihrer Arbeit in Schweden übernahm Sundhage 2008 die US-amerikanische Nationalmannschaft. Der große Wurf gelang ihr gleich doppelt: Olympisches Gold 2008 in Peking und 2012 in London – ein Erfolg, der sie zur Legende des Frauenfußballs machte.
Brasilien (2017–2023)
Nach ihrem Abschied aus Schweden wechselte Sundhage 2017 nach Brasilien – ein kultureller und sprachlicher Neuanfang. Sechs Jahre lang formte sie das Team, bevor das WM-Aus 2023 das Ende bedeutete.
Schweiz (2024–2025)
Im Januar 2024 übernahm sie die Schweizer Nationalmannschaft von Inka Grings (SRF). Die EM 2025 im eigenen Land war das große Ziel – das Viertelfinale erreichte sie, die Vertragsverlängerung nicht.
Haiti (seit 2025)
Seit 2025 trainiert Sundhage die Nationalmannschaft von Haiti – ein Engagement, das in der europäischen Fußballöffentlichkeit wenig Beachtung fand, aber zeigt, dass die Schwedin auch abseits des Scheinwerferlichts arbeitet. Das Muster: Sundhage hat sich immer wieder für Projekte entschieden, die sportlichen Aufbau und persönliche Herausforderung versprachen – von Brasilien über die Schweiz bis nach Haiti.
Zeitleiste: Die Karriere von Pia Sundhage
- 13. Februar 1960: Geburt in Ulricehamn, Schweden.
- 2005–2012: Erste Amtszeit als Trainerin der schwedischen Nationalmannschaft.
- 2008–2012: Parallel Trainerin der US-amerikanischen Nationalmannschaft; Olympiasiege 2008 und 2012 (SRF).
- 2012–2017: Zweite Amtszeit als Trainerin Schwedens.
- 2017–2023: Trainerin der brasilianischen Nationalmannschaft.
- August 2023: Entlassung durch den brasilianischen Verband nach Vorrunden-Aus bei der WM (SRF).
- Januar 2024: Übernahme der Schweizer Nati (SRF).
- Sommer 2025: Schweiz erreicht Viertelfinale der Heim-EM (Sportschau).
- 3. November 2025: Vertragsauflösung mit dem SFV mit sofortiger Wirkung (SFV).
- Seit 2025: Trainerin der haitianischen Nationalmannschaft.
Das Muster: Sundhages Karriere ist geprägt von olympischen Höhen und turnierbedingten Tiefen – die Vertragslaufzeiten werden kürzer, die Herausforderungen exotischer.
Bestätigte Fakten und offene Fragen
Bestätigte Fakten
- Vertragsauflösung am 3. November 2025 (SFV)
- Geburtsdatum 13. Februar 1960 in Ulricehamn
- Trainerstationen: Schweden, USA, Brasilien, Schweiz, Haiti
- Entlassung in Brasilien nach WM-Vorrunden-Aus 2023 (SRF)
- Olympiasiege mit den USA 2008 und 2012
Was unklar ist
- Genauer Grund für die Nichtverlängerung durch den SFV
- Höhe des Gehalts beim SFV
- Dauer und Konditionen des Vertrags mit Haiti
- Ob Sundhage eine Abfindung erhielt
- Ob es eine Ausstiegsklausel im Vertrag gab
Der Unterschied: Während die harten Fakten wie Daten und Stationen lückenlos belegt sind, bleibt der Entscheidungsprozess des SFV intransparent. Das nährt Spekulationen, die der Verband durch mehr Offenheit hätte vermeiden können.
Stimmen zur Trennung
„Ich bin überrascht über die Entscheidung des SFV.“
— Pia Sundhage, zitiert nach Der Tagesspiegel
„Pia Sundhage hat den Grundstein für eine vielversprechende Zukunft im Schweizer Frauenfußball gelegt.“
— Peter Knäbel (SFV), in der offiziellen Mitteilung des SFV
„Dieser Abschied ist einer Welttrainerin wie Pia Sundhage unwürdig.“
— Der Tagesspiegel in einem Kommentar zur Trennung
Die drei Zitate zeigen das Spektrum der Wahrnehmung: von überraschter Betroffenheit über verbandliche Dankbarkeit bis hin zu öffentlicher Kritik an der Art und Weise der Trennung.
Fazit: Was die Trennung über den Schweizer Frauenfußball verrät
Pia Sundhages Abgang beim SFV ist mehr als das Ende eines kurzen Engagements. Er wirft ein Schlaglicht auf die Ressourcenfrage im Schweizer Frauenfußball: Eine der erfolgreichsten Trainerinnen der Welt scheitert an der Forderung nach einem Vollzeit-Assistenten. Für den Schweizer Fussballverband ist die Botschaft klar: Wer im internationalen Wettbewerb mithalten will, muss in die Strukturen investieren – oder riskiert, dass die nächste Welttrainerin erst gar nicht kommt.
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Ein Blick auf ihre bisherigen Trainerstationen zeigt, wie vielfältig und international ihre Karriere vor dem abrupten Ende in der Schweiz war.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Pia Sundhage?
Pia Sundhage wurde am 13. Februar 1960 geboren und ist damit 65 Jahre alt (Stand 2025).
Hat Pia Sundhage Kinder?
In den öffentlich zugänglichen Quellen und Medienberichten sind keine Angaben zu Kindern von Pia Sundhage zu finden. Die Frage bleibt privat.
Ist Pia Sundhage verheiratet?
Aktuelle Medienberichte enthalten keine Informationen über eine Ehe oder Partnerschaft. Pia Sundhage hält ihr Privatleben weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus.
Was ist Pia Sundhages größter Erfolg?
Ihr größter Erfolg als Trainerin sind die beiden olympischen Goldmedaillen mit der US-amerikanischen Nationalmannschaft 2008 in Peking und 2012 in London (SRF).
Wo lebt Pia Sundhage aktuell?
Seit ihrer Übernahme des haitianischen Nationalteams im Jahr 2025 hält sich Sundhage vermutlich überwiegend in Haiti auf. Eine feste Wohnadresse in Europa ist nicht öffentlich bekannt.
Warum ist Pia Sundhage nach Haiti gegangen?
Nach der Vertragsauflösung in der Schweiz suchte Sundhage eine neue Herausforderung. Haiti bot ihr die Möglichkeit, ein Nationalteam von Grund auf zu entwickeln – eine Aufgabe, die ihrer Erfahrung als Aufbau-Trainerin entspricht.
Welche Sprache spricht Pia Sundhage?
Sie spricht Schwedisch als Muttersprache sowie Englisch fließend. In Brasilien arbeitete sie mit Übersetzern, in der Schweiz und in Haiti kommuniziert sie auf Englisch.
Bleibt Sundhage beim SFV?
Nein. Der Vertrag wurde am 3. November 2025 mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Sundhage ist seit 2025 Trainerin von Haiti (SFV).



